Startseite Artikel Galerie Kontakt
JK ~ IT & Technik Blog

Artikel mit Schlagwort "Linux"

« zurück · vor »

Farbige Manpages

Eine sehr wichtige Anlaufstelle unter Unix/Linux sind die Manpages (Manual Pages, zu deutsch Handbuch-Seiten). Jeder Linuxnutzer sollte sie kennen und damit umgehen können.
Zum Anschauen der Manpages werden normalerweise die Pager more oder less verwendet. Es gibt jedoch eine sehr funktionale Alternative: most.
Neben einigen nützlichen Funktionen, die der Manpage zu entnehmen sind ;-) , kann most den Inhalt der Manpages farbig darstellen.

Falls most noch nicht installiert ist, kann man dies ganz einfach über APT nachholen:

sudo apt-get install most

Damit der Pager nun für die Darstellung der Manpages verwendet wird, ist eine kleine Anpassung in der ~/.bashrc nötig. Folgendes am Ende der Datei einfügen:

export PAGER="most"

Damit die Änderung wirksam wird, muss die ~/.bashrc neu eingelesen werden:

source ~/.bashrc

oder auch via Logout/Login.


Ein “man most” schaut dann so aus:

Auf dem Screenshot sieht man die standardmäßige Einfärbung. Man kann jedoch die Farben anpassen. Wie das funktioniert, kann man in der Datei /usr/share/doc/most/most.rc erkennen.
Die eigene Konfiguration legt man im Homeverzeichnis ab: ~/.mostrc
Mögliche Farben sind hierbei:
black, gray, lightgray, white, red, brightred, green, brightgreen, blue, brightblue, magenta, brightmagenta, cyan, brightcyan, brown, yellow, default
Der erste Farbwert beschreibt die Vordergrundfarbe (foreground, fg), der zweite Farbwert die Hintergrundfarbe (background, bg).

Meine ~/.mostrc:

color normal lightgray black
color status cyan black
color underline brightred black
color overstrike brightblue black

Abschließend empfehle ich einen Blick in die Manpage von most, da dort u.a. einige nützliche Tastaturkürzel erläutert werden.

Verfasst am: 28.10.2010 · Kategorien: Linux
Schlagworte: , , , , , , , , ,  · Kommentare: 1 Kommentar

Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat mit selbstgebauter Netbook-Oberfläche


Einleitung

Seit fast einer Woche ist Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat nun freigegeben und ich habe in dieser Zeit einige Experimente gewagt. Es ging darum, mein Netbook (Asus EEE 901) mit einer möglichst Platz gewinnenden, komfortablen und hübschen Oberfläche zu versorgen.
Naheliegend ist natürlich dafür die Ubuntu Netbook Edition (UNE, ehemals UNR) zu verwenden. Wie man vielleicht schon ahnt, konnte mich diese aber nicht zufrieden stellen. Die neue UNE mit Unity ist, nach meiner Erfahrung, noch nicht wirklich produktiv zu gebrauchen. Bei meinen Tests konnte ich noch viele Mängel feststellen und zweifle an dem Gesamtkonzept. Wie man gleich sehen wird, kann man nämlich im horizontalen Panel jede Menge Informationen verstauen, ohne ein vertikales Panel zu benötigen.
Nachdem die aktuelle UNE nicht mehr in Frage kommt, habe ich mich auf die normale Gnome-Desktopoberfläche konzentriert. Also habe ich die normale Ubuntu-Version installiert und ein wenig Kosmetik betrieben.

Vorschau und Motivation

Zunächst einmal ein Screenshot, damit man eine Idee bekommt, worum es im Nachfolgenden geht:
Netbook Desktop

Das Ziel der Konfigurationsarbeit ist es, Gnome dahingehend anzupassen, dass möglichst viel Platz für Fensterinhalte entsteht und trotzdem eine komfortable Handhabung möglich ist.

Voraussetzungen

  • installiertes Ubuntu mit normaler Gnome-Desktopoberfläche
  • funktionierendes Compiz
  • Internetverbindung

Unteres Panel ersetzen

Das untere Panel wird bei Gnome hauptsächlich als Fensterwähler benutzt, d.h. es werden dort alle laufenden Anwendungen aufgelistet und man kann mit Klick auf die jeweilige Anwendung sie in den Vordergrund holen. Eine solch elementare Funktion darf natürlich nicht unter den Teppich gekehrt werden, daher greift man zu einer Alternative. Sie heißt window-picker-applet und ist ein Applet für die Gnome-Panels.
Man kann sich das Paket über APT installieren:

sudo apt-get install window-picker-applet

Nach der Installation fügt man das Applet zum oberen Panel hinzu: Rechtsklick auf das Panel und den Menüpunkt Zum Panel hinzufügen… anklicken. In der Liste ist das Applet als Fensterwähler zu finden.
Ab sofort werden werden alle laufenden Anwendungen als kleine Symbole im oberen Panel angezeigt. Die Symbole sind deutlich platzsparender als die Schaltflächen des alten Fensterwählers und haben noch einen weiteren Vorteil. Neben den Symbolen wird die Titelleiste des aktiven Fensters angezeigt wird (allerdings nur für maximierte Fenster). Somit wird die Titelleiste bei maximierten Fenstern quasi doppelt angezeigt. Dazu aber später mehr.
Das untere Panel ist jetzt obsolet und kann entfernt werden: Rechtsklick auf das Panel und den Menüpunkt Dieses Panel löschen anklicken.

Optimierung des oberen Panels

Die große Menüleiste im oberen Panel verbraucht sehr viel Platz, weshalb sie kurzerhand gelöscht wird: Rechtsklick auf den Bereich vom Ubuntu-Logo bis zu System und den Menüpunkt Aus dem Panel entfernen anklicken. Jetzt fügt man eine etwas kleinere Version wieder hinzu. Man kann es sich fast schon denken: Rechtsklick auf das Panel und den Menüpunkt Zum Panel hinzufügen… anklicken. Das gewünschte Applet nennt sich Hauptmenü.
Wer die Schaltfläche zum Desktop anzeigen vermisst, kann sie ebenso mit dem gerade beschriebenen Verfahren hinzufügen.
Um weiteren Platz im oberen Panel zu bekommen, kann man die indicator-Applets löschen:

sudo apt-get remove indicator-me indicator-messages

Ein weiterer Punkt ist die Uhrzeit- und Datumsanzeige. Mit einem Rechtsklick kann man unter Einstellungen auswählen, welche Werte angezeigt werden sollen. Da man das Datum auch angezeigt bekommt, wenn man mit dem Mauszeiger auf der Uhrzeit verweilt, kann man es getrost ausblenden.
Wie man Verknüpfungen zum Panel hinzufügt oder auch die Applets untereinander verschiebt, möchte ich jetzt hier nicht weiter erklären. Aber nicht ohne auf das Applet Schublade zu verweisen, was ermöglicht viele Verknüpfungen in einer Schublade zu verstauen.

Titelleiste & Compiz

Wie bereits oben erwähnt, wird die Titelleiste bei maximierten Fenstern doppelt angezeigt. Die gewöhnliche Titelleiste soll natürlich eingespart und kann mit Compiz entfernt werden. Dazu muss der CompizConfig Einstellungs Manager gestartet werden (unter System → Einstellungen zu finden).
Falls er noch nicht installiert ist, kann das wie folgt nachgeholt werden:

sudo apt-get install compizconfig-settings-manager

In der Kategorie Effekte findet man Fensterdekoration, wo man nun unter dem Punkt „Dekoration für Fenster“ folgendes einträgt:

!state=maxvert

Somit verschwindet die Titelleiste bei maximierten Fenstern und es ist wieder viel Platz gespart.

Erscheinungsbild

Weiterführend empfehle ich ein Theme für Metacity, was die Titelleiste bei nicht maximierten Fenstern möglichst flach anzeigt. Ich verwende dazu Rezlooks, was unter gnome-look.org zu finden ist.
Als GTK-Theme kommt Mist zum Einsatz.

Mozilla Firefox

Der Browser ist ein zentrales Element des Computers, weshalb ich an dieser Stelle auch kurz erläutern möchte, wie man auch den Browser an eine geringe Auflösung anpassen kann.
Wichtig sind dafür die beiden Addons Hide GUI Bars und All-in-One Sidebar. Die Konfiguration der beiden Addons erfordert ein bisschen Einarbeitung, ermöglichen aber den Fensterinhalt des Browsers zu maximieren.
Mit Hide GUI Bars werden diverse Leisten ein- und ausgeblendet. Um dann noch an die Lesezeichen zu kommen, empfehle ich die All-in-One Sidebar. Auf Knopfdrück kann sie sich auch ein- und ausblenden lassen.

Maximus

Der Vollständigkeit halber sollte noch Maximus erwähnt werden. Installiert man das gleichnamige Paket, werden alle Fenster maximiert dargestellt (auch Bestandteil der UNE). Ich empfinde es aber eher lästig und verwende es auch nicht.

weitere Screenshots



Verfasst am: 16.10.2010 · Kategorien: Linux
Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , ,  · Kommentare: 1 Kommentar

C programmieren mit vim

Mit vim, dem vielseitigen und hoch konfigurierbaren Editor, kann man sich auch sehr einfach eine kleine IDE für C bauen. Ziel ist es den geschriebenen Quellcode direkt in vim zu kompilieren und auszuführen. Dazu ist nur ein wenig Konfigurationsarbeit in der vimrc nötig.
Zunächst macht man Angaben zum Compiler:
Falls der Dateityp auf .c endet (autocmd Filetype c), soll bei Eingabe von “:make” folgender Befehl ausgeführt werden: gcc dateiname.c -o dateiname. Der Eintrag in der vimrc sieht wie folgt aus:

autocmd FileType c 		let &makeprg='gcc % -o %<'

Das % steht hierbei für den Dateinamen mit der Dateiendung und das %< für den Dateinamen alleine.
Desweiteren ist es hilfreich die Fehlerausgaben des Compilers sich besser lesbar ausgeben zu lassen (hier: Datei:Zeile:Spalte:Meldung):

let &errorformat='%f:%l:%c:%m'

Nun zu der eigentlichen Konfigurierung:
Im folgenden werden zwei Funktionen definiert. Die erste speichert beim Aufruf die Datei (:w) und kompiliert den Quellcode (:make). Die zweite Funktion macht zunächst das gleiche, führt aber anschließend die kompilierte Datei aus (:!./dateiname).

func! _gcc()
	exec "w"
	exec "make"
endfunc
func! _gccs()
	exec "w"
	exec "make"
	exec "! ./%<"
endfunc

Nun werden noch beide Aufrufe der Funktionen auf eine beliebiger Taste gelegt (Mapping). Hier lege ich sie auf die Tasten F3 und F4, wobei nmap bedeutet, dass dieses Mapping nur für den Normalmodus/Kommandomodus gültig ist.

nmap <F3> :call _gcc()<CR>
nmap <F4> :call _gccs()<CR>

Und was ohnehin in jede vimrc hinein gehört, um die Syntax farblich hervorzuheben (syntax highlighting):

syntax on

Über ein Addon/Script kann man sich dann noch die Projektdateien in einer Art Dateibrowser anzeigen lassen. Es nennt sich sinnvollerweise project.
Damit man im Quellcode steht den Überblick behält unterstützt vim auch das Falten (Folding), womit sich geklammerte Terme ausblenden lassen. Das ist aber wiederum so umfangreich, dass ich hier in diesem Artikel nicht weiter darauf eingehen möchte. Eine gute Anlaufstelle ist, wie immer, die Hilfe (:help folding).

Da vim so unglaublich variabel ist, lässt er nahezu keine Wünsche offen und die oben beschriebene “IDE” ist nur eine von vielen Möglichkeiten.

Verfasst am: 06.09.2010 · Kategorien: Linux
Schlagworte: , , , , , , , , , , , , ,  · Kommentare: Keine Kommentare

PDF-Dateien zusammenfügen, aneinanderreihen

Manchmal hat man mehrere PDF-Dateien, die zu einer einzigen Datei zusammengefügt werden sollen.
Zum Beispiel habe ich mir ein Buch der Fachhochschulbibliothek als PDF herunterladen können. Das Buch lag im PDF-Format vor, war aber in die verschiedenen Kapitel unterteilt, sodass ich 8 einzelne Dateien vorliegen hatte.

Der Einfachheit halber machte ich mich nun auf die Suche nach einer Möglichkeit mehrere PDF-Dateien möglichst simpel aneinanderzureihen bzw. zusammenzufügen.

Hilfreich ist dabei der PDF-Interpreter Ghostscript. Er kann unter Ubuntu über die Paketverwaltung nachinstalliert werden.

sudo apt-get install gs

In der Anwendung sieht es beispielsweise so aus:

gs -dNOPAUSE -sDEVICE=pdfwrite -sOUTPUTFILE=gesamt.pdf -dBATCH datei-1.pdf datei-2.pdf datei-3.pdf

Es können beliebig viele Dateien zusammengefasst werden. Statt expliziten Dateiangaben kann man auch mit den üblichen Wildcards der Bash arbeiten (z.B.: datei-*.pdf).

Verfasst am: 31.08.2010 · Kategorien: Linux
Schlagworte: , , , , ,  · Kommentare: Keine Kommentare

Nachrichtenfilter von Evolution

Seit einer Neuinstallation habe ich mich wieder an den E-mail-Client Evolution gewagt. Zuvor habe ich längere Zeit Mozilla Thunderbird genutzt und habe daher beim Umstieg gewisse Anforderungen, die Evolution erfüllen muss.

Eine Anforderung ist der Nachrichtenfilter, der auch bei Evolution sehr schön integriert ist und scheinbar ähnliche Features bietet. Ziel ist es mit dem Filter neue E-Mails automatisch in Unterordner zu verschieben und je nach Betreff/Absender unterschiedlich einzufärben.
Die Nachrichtenfilter zu konfigurieren stellt das geringste Problem dar. Im Menüpunkt Bearbeiten -> Nachrichtenfilter lassen sich beliebig viele Filter für die unterschiedlichsten Bedürfnisse anlegen.
Anschließend wunderte ich mich, wo die Filter denn zu aktivieren sind. Natürlich lassen sich die Filter auf eine bestimmte Auswahl an E-Mails manuell anwenden. Dazu markiert man die betreffenden E-Mails und klickt auf Nachricht -> Filter anwenden oder nutzt das Shortcut <STRG> + <Y>
Das Sortieren der E-Mails soll aber automatisch geschehen und dazu muss ein Häkchen in den Konto-Einstellungen gesetzt werden: Bearbeiten -> Einstellungen. Dort das betreffende Konto bearbeiten und auf den Reiter Empfangsoptionen klicken. Unter der Überschrift “Optionen” das Häkchen bei “Filter auf neue Nachrichten in INBOX dieses Servers anwenden” setzen.
Ab sofort werden alle Filter auf den INBOX-Ordner angewendet. Soweit so gut, allerdings hapert es momentan noch an 2 Problemen:
Die farbliche Markierung der E-Mails funktioniert nur, wenn man die Filter manuell anwendet. Eigentlich sollte dies doch zusammen mit dem Verschieben der E-Mail geschehen, denn beides ist als Aktion für den jeweiligen Filter eingestellt.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass automatisch alle Filter auf das INBOX-Verzeichnis angewendet werden. Das ist aber nicht unbedingt erwünscht. So nutzte ich bei Firefox einen Filter, der in einem bestimmten Verzeichnis alle E-Mails älter als 30 Tage in ein Archiv verschoben hat. Dies soll mit dem INBOX-Verzeichnis aber nicht geschehen! Bisher habe ich keine Möglichkeit gefunden dies zu ändern.

Verfasst am: 31.08.2010 · Kategorien: Linux
Schlagworte: , , , , , ,  · Kommentare: Keine Kommentare
« zurück · vor »