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Artikel mit Schlagwort "Addon"

Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat mit selbstgebauter Netbook-Oberfläche


Einleitung

Seit fast einer Woche ist Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat nun freigegeben und ich habe in dieser Zeit einige Experimente gewagt. Es ging darum, mein Netbook (Asus EEE 901) mit einer möglichst Platz gewinnenden, komfortablen und hübschen Oberfläche zu versorgen.
Naheliegend ist natürlich dafür die Ubuntu Netbook Edition (UNE, ehemals UNR) zu verwenden. Wie man vielleicht schon ahnt, konnte mich diese aber nicht zufrieden stellen. Die neue UNE mit Unity ist, nach meiner Erfahrung, noch nicht wirklich produktiv zu gebrauchen. Bei meinen Tests konnte ich noch viele Mängel feststellen und zweifle an dem Gesamtkonzept. Wie man gleich sehen wird, kann man nämlich im horizontalen Panel jede Menge Informationen verstauen, ohne ein vertikales Panel zu benötigen.
Nachdem die aktuelle UNE nicht mehr in Frage kommt, habe ich mich auf die normale Gnome-Desktopoberfläche konzentriert. Also habe ich die normale Ubuntu-Version installiert und ein wenig Kosmetik betrieben.

Vorschau und Motivation

Zunächst einmal ein Screenshot, damit man eine Idee bekommt, worum es im Nachfolgenden geht:
Netbook Desktop

Das Ziel der Konfigurationsarbeit ist es, Gnome dahingehend anzupassen, dass möglichst viel Platz für Fensterinhalte entsteht und trotzdem eine komfortable Handhabung möglich ist.

Voraussetzungen

  • installiertes Ubuntu mit normaler Gnome-Desktopoberfläche
  • funktionierendes Compiz
  • Internetverbindung

Unteres Panel ersetzen

Das untere Panel wird bei Gnome hauptsächlich als Fensterwähler benutzt, d.h. es werden dort alle laufenden Anwendungen aufgelistet und man kann mit Klick auf die jeweilige Anwendung sie in den Vordergrund holen. Eine solch elementare Funktion darf natürlich nicht unter den Teppich gekehrt werden, daher greift man zu einer Alternative. Sie heißt window-picker-applet und ist ein Applet für die Gnome-Panels.
Man kann sich das Paket über APT installieren:

sudo apt-get install window-picker-applet

Nach der Installation fügt man das Applet zum oberen Panel hinzu: Rechtsklick auf das Panel und den Menüpunkt Zum Panel hinzufügen… anklicken. In der Liste ist das Applet als Fensterwähler zu finden.
Ab sofort werden werden alle laufenden Anwendungen als kleine Symbole im oberen Panel angezeigt. Die Symbole sind deutlich platzsparender als die Schaltflächen des alten Fensterwählers und haben noch einen weiteren Vorteil. Neben den Symbolen wird die Titelleiste des aktiven Fensters angezeigt wird (allerdings nur für maximierte Fenster). Somit wird die Titelleiste bei maximierten Fenstern quasi doppelt angezeigt. Dazu aber später mehr.
Das untere Panel ist jetzt obsolet und kann entfernt werden: Rechtsklick auf das Panel und den Menüpunkt Dieses Panel löschen anklicken.

Optimierung des oberen Panels

Die große Menüleiste im oberen Panel verbraucht sehr viel Platz, weshalb sie kurzerhand gelöscht wird: Rechtsklick auf den Bereich vom Ubuntu-Logo bis zu System und den Menüpunkt Aus dem Panel entfernen anklicken. Jetzt fügt man eine etwas kleinere Version wieder hinzu. Man kann es sich fast schon denken: Rechtsklick auf das Panel und den Menüpunkt Zum Panel hinzufügen… anklicken. Das gewünschte Applet nennt sich Hauptmenü.
Wer die Schaltfläche zum Desktop anzeigen vermisst, kann sie ebenso mit dem gerade beschriebenen Verfahren hinzufügen.
Um weiteren Platz im oberen Panel zu bekommen, kann man die indicator-Applets löschen:

sudo apt-get remove indicator-me indicator-messages

Ein weiterer Punkt ist die Uhrzeit- und Datumsanzeige. Mit einem Rechtsklick kann man unter Einstellungen auswählen, welche Werte angezeigt werden sollen. Da man das Datum auch angezeigt bekommt, wenn man mit dem Mauszeiger auf der Uhrzeit verweilt, kann man es getrost ausblenden.
Wie man Verknüpfungen zum Panel hinzufügt oder auch die Applets untereinander verschiebt, möchte ich jetzt hier nicht weiter erklären. Aber nicht ohne auf das Applet Schublade zu verweisen, was ermöglicht viele Verknüpfungen in einer Schublade zu verstauen.

Titelleiste & Compiz

Wie bereits oben erwähnt, wird die Titelleiste bei maximierten Fenstern doppelt angezeigt. Die gewöhnliche Titelleiste soll natürlich eingespart und kann mit Compiz entfernt werden. Dazu muss der CompizConfig Einstellungs Manager gestartet werden (unter System → Einstellungen zu finden).
Falls er noch nicht installiert ist, kann das wie folgt nachgeholt werden:

sudo apt-get install compizconfig-settings-manager

In der Kategorie Effekte findet man Fensterdekoration, wo man nun unter dem Punkt „Dekoration für Fenster“ folgendes einträgt:

!state=maxvert

Somit verschwindet die Titelleiste bei maximierten Fenstern und es ist wieder viel Platz gespart.

Erscheinungsbild

Weiterführend empfehle ich ein Theme für Metacity, was die Titelleiste bei nicht maximierten Fenstern möglichst flach anzeigt. Ich verwende dazu Rezlooks, was unter gnome-look.org zu finden ist.
Als GTK-Theme kommt Mist zum Einsatz.

Mozilla Firefox

Der Browser ist ein zentrales Element des Computers, weshalb ich an dieser Stelle auch kurz erläutern möchte, wie man auch den Browser an eine geringe Auflösung anpassen kann.
Wichtig sind dafür die beiden Addons Hide GUI Bars und All-in-One Sidebar. Die Konfiguration der beiden Addons erfordert ein bisschen Einarbeitung, ermöglichen aber den Fensterinhalt des Browsers zu maximieren.
Mit Hide GUI Bars werden diverse Leisten ein- und ausgeblendet. Um dann noch an die Lesezeichen zu kommen, empfehle ich die All-in-One Sidebar. Auf Knopfdrück kann sie sich auch ein- und ausblenden lassen.

Maximus

Der Vollständigkeit halber sollte noch Maximus erwähnt werden. Installiert man das gleichnamige Paket, werden alle Fenster maximiert dargestellt (auch Bestandteil der UNE). Ich empfinde es aber eher lästig und verwende es auch nicht.

weitere Screenshots



Verfasst am: 16.10.2010 · Kategorien: Linux
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Die Suchleiste des Mozilla Firefox

Der Browser ist in den letzten Jahren immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt geworden. Kaum ein privater Computer hat nicht permanent den Browser geöffnet und er bildet die wichtigste Schnittstelle zum Internet.
Da verwundert es, wenn viele Benutzer sich gar nicht so gut mit diesem wichtigen Werkzeug auskennen. In diesem Artikel möchte ich auf die Suchleiste (standardmäßig im oberen rechten Eck anzutreffen) eingehen.


Im Firefox ist Google als Suchdienst voreingestellt. Tippt man nun seinen Suchbegriff ins obere Feld und Bestätigt mit Enter oder Mausklick auf die Lupe, erscheint im aktuellen Fenster die Google-Webseite mit den Suchergebnissen. Soweit so klar!

Der Firefox bietet aber mehr: Klickt man auf das Google-Symbol bzw. die Dropdown-Schaltfläche, öffnet sich eine Auswahl an vorinstallierten Suchdiensten (Amazon, Ebay, Wikipedia, Yahoo, …). Wählt man einen dieser Optionen aus, wird nach Eingabe eines Suchbegriffs auf eben dieser Internetseite gesucht.
Des Weiteren fällt vermutlich der Button “Suchmaschinen verwalten” auf. Nach einem Klick auf selbigen öffnet sich ein kleines Fenster, wo sich die verschiedenen Suchdienste verwalten lassen.

Mit der Sortierfunktion (“Nach oben”, “Nach unten”) kann man eine beliebige Reihenfolge erstellen. Der oberste Suchdienst wird als Standard betrachtet und ist automatisch aktiv, wenn der Browser gestartet wird.
Über den Button “Entfernen” oder die Entfernen-Taste selber lassen sich Suchdienste aus der Liste löschen.
Wem die Auswahl nicht reicht, kann auch manuell neue Dienste installieren. Der Link im Verwaltungsfenster führt zu folgender Webseite Mozilla Firefox Addons – Suchwerkzeuge. Eine noch größere Auswahl gibt es auf dieser Webseite: Mycroft Project.
Zur Installation einfach auf den entsprechenden Link klicken und im sich öffnenden Fenster die Installation bestätigen.

Ab sofort ist der neue Suchdienst in der Suchmaschinen-Verwaltung zu finden.

Über den Button “Schlüsselworte” habe ich bisher noch nichts geschrieben. Das hole ich jetzt nach. Dort lässt sich für jeden Suchdienst ein individuelles Schlüsselwort festlegen. Im Nachfolgenden gibt man in der Adressleiste das Schlüsselwort des gewünschten Suchdienstes und dahinter den Suchbegriff ein, um auf der Webseite des Suchdienstes nach dem Suchbegriff zu suchen.
Beispiel:
Schlüsselwort = “wiki” für den Wikipedia-Suchdienst
In der Adressleiste eingeben: “wiki Hauptseite” -> Es wird auf Wikipedia nach “Hauptseite” gesucht.

Über Sinn und nutzen vieler Suchdienste lässt sich streiten, aber die Vielfalt ist groß genug um nahezu alle Bedürfnisse zu stillen.

Besonders möchte ich hier aber den Suchdienst von Scroogle empfehlen. Scroogle fungiert als Proxy für die Google-Suche. Dadurch ist es Google nicht mehr möglich Suchbegriffe bestimmten Personen zuzuordnen oder Historien der Suchbegriffe anzulegen. Nach eigenen Angaben löscht Scroogle alle 48 Stunden die Serverlogs. Eine optionale SSL-Verschlüsselung bietet weitere Privatsphäre für den Anwender.
Warum ich das erzähle und somit etwas vom Thema abschweife? Ganz einfach (und man kann es sich schon denken): Auch für Scroogle gibt es ein Firefox-Plugin -> Scroogle @ Mycroft Project. Auf dieser Seite gibt es eine große Auswahl an Scroogle-Plugins für die unterschiedlichsten Sprachen.
Empfehlenswert ist die internationale Suche Scroogle SSL und die deutsche Variante Scroogle SSL de.

Verfasst am: 20.09.2010 · Kategorien: Internet
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vim komfortabel beenden mit MyQuit

Die Situation kennt vielleicht der ein oder andere vim-Nutzer: Man editiert an mehreren Dateien, schließt und öffnet sie. Leicht verliert man den Überblick, ob man nun mit :wq (also mit speichern) oder nur mit :q vim beenden soll. Hinzu kommt der Umstand, dass man sich im Kommandomodus befinden und den jeweiligen Befehl erst eingeben muss.
Spontan kam mir der Gedanke: Das geht doch bestimmt viel komfortabler.
Und so habe ich mich an ein Script gegeben, was das Beenden von vim viel einfacher und schneller gestaltet. Dabei handelt es sich um eine Funktion, die mit Mapping auf eine Taste gelegt wird.
Wird diese Taste betätigt, überprüft das Script, ob an der geöffneten Datei Änderungen vorgenommen wurden. Existiert die Datei und wurde sie nicht verändert, wird vim sofort geschlossen (:q). Falls es Änderungen gab, wird nun abgefragt, ob diese abgespeichert werden sollen. Ist das nicht der Fall, wird vim wiederum sofort geschlossen (:q!). Sollen die Änderungen gespeichert werden, wird noch überprüft, ob es sich um eine existierende Datei handelt (:wq) oder ob sie neu angelegt werden muss. Muss die Datei erstellt werden, wird man nach dem gewünschten Dateinamen gefragt (:wq $dateiname).

Die Vorteile des Scripts liegen auf der Hand: Es reagiert auf die jeweilige Situation um vim möglichst effizient und schnell zu beenden. Im Vergleich zum herkömmlichen Beeden muss man nicht mehr den jeweils richtigen Befehl eingeben. Es braucht auch nur eine einzige Tastenkombination in das Mapping eingetragen werden (ein Tastendruck für das Beenden).

"""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""
" myquit.vim
" Author: Julian <julian@tuxoid.net>
" URL: http://www.tuxoid.net/stuff/myquit.vim
" Version: 1.0 - Mi 8. Sep 11:37:31 CEST 2010
" License: CC 3.0 BY-NC-SA
"""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""
 
"""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""
" Installation:
" 1) copy myquit.vim to ~/.vim/scripts
" 2) edit .vimrc and insert:
"		:so $HOME/.vim/scripts/myquit.vim
"		map <F8> :call MyQuit()<CR>
"""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""
 
 
function! MyQuit()
"	file modified / not stored yet
	if(&modified == 1) 
"		should the file be saved or not?"
		let inp = input('save current file? (y)es/(n)o: ')
"		save file
		if(inp == "y") 
"			file already exists
			if(expand('%:p') != "") 
				exec "wq"
"			file doesn't exist, ask for filename
			else 
				let fname = input('filename: ')
				exec "wq" fname
			endif
"		don't save file => quit immediately
		elseif(inp == "n") 
			exec "q!"
		endif
"	file not modified => quit immediately
	else 
		exec "q"
	endif
endfunction

Die aktuellste Version des Scripts ist unter tuxoid.net/stuff/myquit.vim zu finden!

Das Script kann nun an einen beliebigen Ort kopiert werden. Ich habe es unter ~/.vim/scripts abgelegt. In der .vimrc macht man nun noch folgende Angaben, um das Script einzubinden und die Taste zu belegen:

:so $HOME/.vim/scripts/myquit.vim
map <F8> :call MyQuit()<CR>

Würde mich sehr über Feedback freuen.

Verfasst am: 08.09.2010 · Kategorien: Linux
Schlagworte: , , , , , , ,  · Kommentare: Keine Kommentare

C programmieren mit vim

Mit vim, dem vielseitigen und hoch konfigurierbaren Editor, kann man sich auch sehr einfach eine kleine IDE für C bauen. Ziel ist es den geschriebenen Quellcode direkt in vim zu kompilieren und auszuführen. Dazu ist nur ein wenig Konfigurationsarbeit in der vimrc nötig.
Zunächst macht man Angaben zum Compiler:
Falls der Dateityp auf .c endet (autocmd Filetype c), soll bei Eingabe von “:make” folgender Befehl ausgeführt werden: gcc dateiname.c -o dateiname. Der Eintrag in der vimrc sieht wie folgt aus:

autocmd FileType c 		let &makeprg='gcc % -o %<'

Das % steht hierbei für den Dateinamen mit der Dateiendung und das %< für den Dateinamen alleine.
Desweiteren ist es hilfreich die Fehlerausgaben des Compilers sich besser lesbar ausgeben zu lassen (hier: Datei:Zeile:Spalte:Meldung):

let &errorformat='%f:%l:%c:%m'

Nun zu der eigentlichen Konfigurierung:
Im folgenden werden zwei Funktionen definiert. Die erste speichert beim Aufruf die Datei (:w) und kompiliert den Quellcode (:make). Die zweite Funktion macht zunächst das gleiche, führt aber anschließend die kompilierte Datei aus (:!./dateiname).

func! _gcc()
	exec "w"
	exec "make"
endfunc
func! _gccs()
	exec "w"
	exec "make"
	exec "! ./%<"
endfunc

Nun werden noch beide Aufrufe der Funktionen auf eine beliebiger Taste gelegt (Mapping). Hier lege ich sie auf die Tasten F3 und F4, wobei nmap bedeutet, dass dieses Mapping nur für den Normalmodus/Kommandomodus gültig ist.

nmap <F3> :call _gcc()<CR>
nmap <F4> :call _gccs()<CR>

Und was ohnehin in jede vimrc hinein gehört, um die Syntax farblich hervorzuheben (syntax highlighting):

syntax on

Über ein Addon/Script kann man sich dann noch die Projektdateien in einer Art Dateibrowser anzeigen lassen. Es nennt sich sinnvollerweise project.
Damit man im Quellcode steht den Überblick behält unterstützt vim auch das Falten (Folding), womit sich geklammerte Terme ausblenden lassen. Das ist aber wiederum so umfangreich, dass ich hier in diesem Artikel nicht weiter darauf eingehen möchte. Eine gute Anlaufstelle ist, wie immer, die Hilfe (:help folding).

Da vim so unglaublich variabel ist, lässt er nahezu keine Wünsche offen und die oben beschriebene “IDE” ist nur eine von vielen Möglichkeiten.

Verfasst am: 06.09.2010 · Kategorien: Linux
Schlagworte: , , , , , , , , , , , , ,  · Kommentare: Keine Kommentare