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JK ~ IT & Technik Blog

Archiv für Oct, 10.2010

Terminal im Dateibrowser

Mit dem Paket Nautilus Terminal wird im Dateibrowser Nautilus ein Terminal integriert. Der große Vorteil ist, dass man sich mit der Shell (default: bash) in dem gleichen Verzeichnis befindet, wie mit dem Dateibrowser selbst. Arbeitet man mit Nautilus in einem Verzeichnis und muss einige Operationen über die Shell erledigen, ist es jetzt nicht mehr notwendig ein zusätzliches Terminal zu öffnen und dort dann in das entsprechende Verzeichnis zu navigieren.

Wie die Integration aussieht kann man auf folgendem Screenshot erkennen:

Die Installation erfolgt bequem mittels APT. (Achtung: Fremdquellen können das System gefährden!)

sudo add-apt-repository ppa:flozz/flozz    #Fremdquelle hinzufügen
sudo apt-get update                        #Paketquellen einlesen
sudo apt-get install nautilus-terminal     #Paket installieren
nautilus -q                                #Nautilus neustarten

Von nun an wird das kleine Terminalfenster im Dateibrowser angezeigt. Auf die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten möchte ich nicht weiter eingehen, da sie sich von selbst erklären. Lediglich auf den Punkt Nautilus-Terminal versteckt starten möchte ich hinweisen, weil ich ihn für sehr sinnvoll halte.

Weitere Informationen gibt es auf der Launchpad-Seite von Nautilus Terminal oder auf der Projektseite.

Anmerkung: Die Einfärbung der Bash hat mit dem o.g. Tool nichts zu tun. Sie ist unabhängig in der ~/.bashrc eingestellt!

Verfasst am: 28.10.2010 · Kategorien: Linux
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Farbige Manpages

Eine sehr wichtige Anlaufstelle unter Unix/Linux sind die Manpages (Manual Pages, zu deutsch Handbuch-Seiten). Jeder Linuxnutzer sollte sie kennen und damit umgehen können.
Zum Anschauen der Manpages werden normalerweise die Pager more oder less verwendet. Es gibt jedoch eine sehr funktionale Alternative: most.
Neben einigen nützlichen Funktionen, die der Manpage zu entnehmen sind ;-) , kann most den Inhalt der Manpages farbig darstellen.

Falls most noch nicht installiert ist, kann man dies ganz einfach über APT nachholen:

sudo apt-get install most

Damit der Pager nun für die Darstellung der Manpages verwendet wird, ist eine kleine Anpassung in der ~/.bashrc nötig. Folgendes am Ende der Datei einfügen:

export PAGER="most"

Damit die Änderung wirksam wird, muss die ~/.bashrc neu eingelesen werden:

source ~/.bashrc

oder auch via Logout/Login.


Ein “man most” schaut dann so aus:

Auf dem Screenshot sieht man die standardmäßige Einfärbung. Man kann jedoch die Farben anpassen. Wie das funktioniert, kann man in der Datei /usr/share/doc/most/most.rc erkennen.
Die eigene Konfiguration legt man im Homeverzeichnis ab: ~/.mostrc
Mögliche Farben sind hierbei:
black, gray, lightgray, white, red, brightred, green, brightgreen, blue, brightblue, magenta, brightmagenta, cyan, brightcyan, brown, yellow, default
Der erste Farbwert beschreibt die Vordergrundfarbe (foreground, fg), der zweite Farbwert die Hintergrundfarbe (background, bg).

Meine ~/.mostrc:

color normal lightgray black
color status cyan black
color underline brightred black
color overstrike brightblue black

Abschließend empfehle ich einen Blick in die Manpage von most, da dort u.a. einige nützliche Tastaturkürzel erläutert werden.

Verfasst am: 28.10.2010 · Kategorien: Linux
Schlagworte: , , , , , , , , ,  · Kommentare: 1 Kommentar

Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat mit selbstgebauter Netbook-Oberfläche


Einleitung

Seit fast einer Woche ist Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat nun freigegeben und ich habe in dieser Zeit einige Experimente gewagt. Es ging darum, mein Netbook (Asus EEE 901) mit einer möglichst Platz gewinnenden, komfortablen und hübschen Oberfläche zu versorgen.
Naheliegend ist natürlich dafür die Ubuntu Netbook Edition (UNE, ehemals UNR) zu verwenden. Wie man vielleicht schon ahnt, konnte mich diese aber nicht zufrieden stellen. Die neue UNE mit Unity ist, nach meiner Erfahrung, noch nicht wirklich produktiv zu gebrauchen. Bei meinen Tests konnte ich noch viele Mängel feststellen und zweifle an dem Gesamtkonzept. Wie man gleich sehen wird, kann man nämlich im horizontalen Panel jede Menge Informationen verstauen, ohne ein vertikales Panel zu benötigen.
Nachdem die aktuelle UNE nicht mehr in Frage kommt, habe ich mich auf die normale Gnome-Desktopoberfläche konzentriert. Also habe ich die normale Ubuntu-Version installiert und ein wenig Kosmetik betrieben.

Vorschau und Motivation

Zunächst einmal ein Screenshot, damit man eine Idee bekommt, worum es im Nachfolgenden geht:
Netbook Desktop

Das Ziel der Konfigurationsarbeit ist es, Gnome dahingehend anzupassen, dass möglichst viel Platz für Fensterinhalte entsteht und trotzdem eine komfortable Handhabung möglich ist.

Voraussetzungen

  • installiertes Ubuntu mit normaler Gnome-Desktopoberfläche
  • funktionierendes Compiz
  • Internetverbindung

Unteres Panel ersetzen

Das untere Panel wird bei Gnome hauptsächlich als Fensterwähler benutzt, d.h. es werden dort alle laufenden Anwendungen aufgelistet und man kann mit Klick auf die jeweilige Anwendung sie in den Vordergrund holen. Eine solch elementare Funktion darf natürlich nicht unter den Teppich gekehrt werden, daher greift man zu einer Alternative. Sie heißt window-picker-applet und ist ein Applet für die Gnome-Panels.
Man kann sich das Paket über APT installieren:

sudo apt-get install window-picker-applet

Nach der Installation fügt man das Applet zum oberen Panel hinzu: Rechtsklick auf das Panel und den Menüpunkt Zum Panel hinzufügen… anklicken. In der Liste ist das Applet als Fensterwähler zu finden.
Ab sofort werden werden alle laufenden Anwendungen als kleine Symbole im oberen Panel angezeigt. Die Symbole sind deutlich platzsparender als die Schaltflächen des alten Fensterwählers und haben noch einen weiteren Vorteil. Neben den Symbolen wird die Titelleiste des aktiven Fensters angezeigt wird (allerdings nur für maximierte Fenster). Somit wird die Titelleiste bei maximierten Fenstern quasi doppelt angezeigt. Dazu aber später mehr.
Das untere Panel ist jetzt obsolet und kann entfernt werden: Rechtsklick auf das Panel und den Menüpunkt Dieses Panel löschen anklicken.

Optimierung des oberen Panels

Die große Menüleiste im oberen Panel verbraucht sehr viel Platz, weshalb sie kurzerhand gelöscht wird: Rechtsklick auf den Bereich vom Ubuntu-Logo bis zu System und den Menüpunkt Aus dem Panel entfernen anklicken. Jetzt fügt man eine etwas kleinere Version wieder hinzu. Man kann es sich fast schon denken: Rechtsklick auf das Panel und den Menüpunkt Zum Panel hinzufügen… anklicken. Das gewünschte Applet nennt sich Hauptmenü.
Wer die Schaltfläche zum Desktop anzeigen vermisst, kann sie ebenso mit dem gerade beschriebenen Verfahren hinzufügen.
Um weiteren Platz im oberen Panel zu bekommen, kann man die indicator-Applets löschen:

sudo apt-get remove indicator-me indicator-messages

Ein weiterer Punkt ist die Uhrzeit- und Datumsanzeige. Mit einem Rechtsklick kann man unter Einstellungen auswählen, welche Werte angezeigt werden sollen. Da man das Datum auch angezeigt bekommt, wenn man mit dem Mauszeiger auf der Uhrzeit verweilt, kann man es getrost ausblenden.
Wie man Verknüpfungen zum Panel hinzufügt oder auch die Applets untereinander verschiebt, möchte ich jetzt hier nicht weiter erklären. Aber nicht ohne auf das Applet Schublade zu verweisen, was ermöglicht viele Verknüpfungen in einer Schublade zu verstauen.

Titelleiste & Compiz

Wie bereits oben erwähnt, wird die Titelleiste bei maximierten Fenstern doppelt angezeigt. Die gewöhnliche Titelleiste soll natürlich eingespart und kann mit Compiz entfernt werden. Dazu muss der CompizConfig Einstellungs Manager gestartet werden (unter System → Einstellungen zu finden).
Falls er noch nicht installiert ist, kann das wie folgt nachgeholt werden:

sudo apt-get install compizconfig-settings-manager

In der Kategorie Effekte findet man Fensterdekoration, wo man nun unter dem Punkt „Dekoration für Fenster“ folgendes einträgt:

!state=maxvert

Somit verschwindet die Titelleiste bei maximierten Fenstern und es ist wieder viel Platz gespart.

Erscheinungsbild

Weiterführend empfehle ich ein Theme für Metacity, was die Titelleiste bei nicht maximierten Fenstern möglichst flach anzeigt. Ich verwende dazu Rezlooks, was unter gnome-look.org zu finden ist.
Als GTK-Theme kommt Mist zum Einsatz.

Mozilla Firefox

Der Browser ist ein zentrales Element des Computers, weshalb ich an dieser Stelle auch kurz erläutern möchte, wie man auch den Browser an eine geringe Auflösung anpassen kann.
Wichtig sind dafür die beiden Addons Hide GUI Bars und All-in-One Sidebar. Die Konfiguration der beiden Addons erfordert ein bisschen Einarbeitung, ermöglichen aber den Fensterinhalt des Browsers zu maximieren.
Mit Hide GUI Bars werden diverse Leisten ein- und ausgeblendet. Um dann noch an die Lesezeichen zu kommen, empfehle ich die All-in-One Sidebar. Auf Knopfdrück kann sie sich auch ein- und ausblenden lassen.

Maximus

Der Vollständigkeit halber sollte noch Maximus erwähnt werden. Installiert man das gleichnamige Paket, werden alle Fenster maximiert dargestellt (auch Bestandteil der UNE). Ich empfinde es aber eher lästig und verwende es auch nicht.

weitere Screenshots



Verfasst am: 16.10.2010 · Kategorien: Linux
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Maximierte Fenster der Ubuntu Netbook Edition

In der Netbook Version von Ubuntu – Ubuntu Netbook Edition (UNE) bzw. Ubuntu Netbook Remix (UNR), wie es früher hieß – sorgt Maximus dafür, dass alle Anwendungen maximiert gestartet werden.
Mich hat diese Option allerdings schon immer gestört. Es gibt nämlich Tools, die im kleinen Fenster einfach besser ausschauen (Gajim, Terminal, diverse Meldungen, usw.).

Um zu dem üblichen Verhalten zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten:

Zum einen kann man Maximus komplett deaktivieren. Dies geht am einfachsten über den gconf-editor:

gconftool-2 --type Boolean --set /apps/maximus/no_maximize TRUE

Eine zweite Möglichkeit besteht darin, sogenannte Exceptions zu definieren. Dazu werden – ebenfalls im gconf-editor – Anwendungen in einen Schlüssel eingetragen, die von der Maximierung ausgeschlossen werden sollen.
Da dieser Schlüssel bereits vordefinierte Werte besitzt, ist es ratsamer die Einstellungen direkt über den gconf-editor vorzunehmen. Der Schlüssel ist unter /apps/maximus zu finden und nennt sich exclude_class.
Zur Rekonstruktion (falls etwas schief geht) noch einige Details zum Schlüssel:
Typ: Liste
Werte: Empathy, Totem, Gwibber, Gnome-language-selector, Onboard, Seahorse-agent, Gnome-keyring-prompt).

Momentan fahre ich mit deaktiviertem Maximus sehr gut.

Verfasst am: 04.10.2010 · Kategorien: Linux
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XAMPP unter Ubuntu

XAMPP ist eine beliebte Tool-Compilation um einen Webserver aufzusetzen.
Im Folgenden möchte ich die Installation und Konfiguration von XAMPP unter Ubuntu erläutern.

XAMPP kann als Archiv von der Apachefriends-Homepage heruntergeladen werden:
http://www.apachefriends.org/de/xampp-linux.html

Zunächst wird das Archiv nach /opt entpackt:

sudo tar xvfz xampp-linux-VERSION.tar.gz -C /opt

(VERSION durch jeweilige Bezeichnung ersetzen)
Es entsteht ein Verzeichnis /opt/lampp, worin sich XAMPP befindet.

Zur besseren Bedienung kann man sich zwei Verknüpfungen anlegen.
Die erste Verknüpfung startet das Control-Panel.

gksudo "python /opt/lampp/share/xampp-control-panel/xampp-control-panel.py"

Mit der zweiten Verknüpfung lässt man sich mit dem Dateibrowser (Nautilus) das Webverzeichnis öffnen:

nautilus /opt/lampp/htdocs

Damit in diesem Verzeichnis auch geschrieben werden kann, muss noch die Berechtigung angepasst werden:

sudo chmod -R 777 /opt/lampp/htdocs

Zuletzt noch die Sicherheitsroutine starten, wo diverse Passwörter eingestellt werden. Zuvor sollte XAMPP im Control Panel gestartet werden.

sudo /opt/lampp/lampp security

Im Browser kann man die Seite nun aufrufen: http://localhost

Fertig!

PS: LAMPP ist im übrigen die alte Bezeichnung. Das Paket wird neuerdings XAMPP genannt.

Verfasst am: 02.10.2010 · Kategorien: Linux, Webserver
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